Shop durchsuchen Merkliste Kundenkonto Warenkorb Kategorien
Finden
Was sind mineralische Dünger?

Was sind mineralische Dünger?

Mineralische Dünger sind künstliche, industriell hergestellte Dünger. Sie basieren auf Salzen, die Nährstoffe enthalten. Diese Nährstoffe werden durch Wasser gelöst und damit den Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Was sind mineralische Dünger?

gekörnter Dünger
organischer oder mineralischer Dünger?

Mineralische Dünger sind künstliche, industriell hergestellte Dünger. Sie basieren auf Salzen, die Nährstoffe enthalten. Diese Nährstoffe werden durch Wasser gelöst und damit den Pflanzen zur Verfügung gestellt. Mineralische Dünger liegen als Granulate oder Pulver zum Ausstreuen oder als Flüssigdünger vor.

Der Vorteil dieses Verfahrens: Die Nährstoffe stehen den Pflanzen sofort zur Verfügung. Bei akutem Nährstoff-Mangel können mineralische Dünger also sehr schnell Abhilfe schaffen.

Schleuferstreuer
Schleuderstreuer hilft beim Ausbringen

Nachteile mineralischer Dünger

Der Vorteil des mineralischen Düngers ist jedoch zugleich sein Nachteil: Nach längeren Regenfällen wird er schnell aus dem Boden ausgespült. Er kann sich dann im Grundwasser ansammeln und dort das Wasser versalzen. Außerdem kann der Boden beim Verteilen leicht überdüngt werden, wenn zu unregelmäßig ausgestreut wird. Ein Streuwagen kann dabei helfen, den Dünger gleichmäßig über die gewünschte Fläche zu verteilen. Es muss nur darauf geachtet werden, dass beim Wenden keine Stelle der Fläche doppelt mit Dünger versorgt wird.

Ökologisch problematisch ist auch der Herstellungsprozess mineralischer Dünger. Mineralstoffe sind in der Regel Nebenprodukte des Bergbaus, der sehr energieintensiv betrieben wird. Gleiches gilt für den Prozess, mit dem Luftstickstoff zu Dünger wird, das so genannte Haber-Bosch-Verfahren, das sehr energieintensiv ist.

1908 Entdeckung des Haber-Bosch-Verfahrens

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts suchten Wissenschaftler überall auf der Welt nach einem chemischen Verfahren, um Düngemittel herzustellen. Denn die Weltbevölkerung wuchs rasant und die natürlichen Vorräte an organischen Dünger würden nicht ausreichen, um alle Menschen zu ernähren. Die einzige Lösung dieses Problems, so sagte ein britischer Wissenschaftler bereits im Jahr 1898, sei die chemische Fixierung des in der Luft vorhandenen Stickstoffs - man müsse also "Brot aus der Luft" gewinnen.

Das war der Startschuss für die Suche nach einem chemischen Verfahren, um Düngemittel zu produzieren. Die ersten Erfolge konnten Fritz Haber und Carl Bosch für sich verbuchen, sie nannten ihr Verfahren das Haber-Bosch-Verfahren. Das Endprodukt des mehrstufigen Verfahrens, das Gas Ammoniak (NH3) ist in der Chemie ein wichtiges Zwischenprodukt. 90% aller Düngemittel werden heute aus Ammoniak gewonnen. Außerdem kann man aus Ammoniak Salpetersäure herstellen.

Eines darf man aber nicht vergessen: dieses Verfahren hat auch ein zweites Gesicht. Denn nach dem gleichen Prinzip lassen sich nicht nur Dünger, sondern auch Sprengstoff industriell herstellen

Wie bereits gesagt, der große Vorteil mineralischer Dünger ist ihre relativ einfach Anwendung und ihre sofortige Wirkung. Sehr wichtig sind sie auch für spezielle Anwendungen, wie unser Artikel „Dünger für die Spezialisten unter den Pflanzen“ zeigt.