Rasen im Winter: Wirklich nichts tun?
Dunkel, Kalt, Nass und (eventuell) Schnee. Rasenpflege im Winter bedeutet landläufig: Rasen im Winter in Ruhe lassen. Echte Rasenliebhaber begleiten ihren Rasen aber auch in der stressigsten Zeit des Jahres liebevoll durch die Kälte.
Denn eines ist klar: Der Rasen ist besonders im Winter sehr anfällig für Schädigungen. Das gilt insbesondere bei eisigen Temperaturen. Was sind also die do’s und dont’s auf dem Grün im Winter?
Don’t Nummer eins:
Den Rasen vor allen Dingen nicht stark belasten. Stundenlanges Fußballspielen geht auch bei trocken-kalten Untergrund nicht, selbst wenn das bei eisigen Temperaturen durchaus einen sportlichen Aspekt hat. Immerhin verbrennt das die vielen Kalorien der vielen Festtage. Aber: Die Halme der Gräser können gefroren unter einer starken Belastung brechen.
Don’t Nummer zwei:
Bei Frost den Rasen lieber gar nicht betreten. Nicht nur dass die Halme abbrechen können, die Pflanze an sich stirbt danach rasch ab. Und der Rasen wird eine Schlammwüste im Frühjahr.
Don’t Nummer drei:
Auch wenn schneereiche Winter in vielen Teilen der Republik immer seltener werden: den Bürgersteig räumen und den Schnee eben mal bequem auf die eigene Rasenfläche wuchten, ist keine gute Idee. Bis diese Mengen Wasser auftauen und abfließen, bildet sich unter der Schneedecke ein Mikroklima, dass Schneeschimmel die besten Bedingungen bietet. Daher Räumgut lieber nicht auf der Rasenfläche stapeln.
Don’t Nummer vier:
Blätter und Äste sollten bereits im Oktober und November von der Rasenfläche entfernt werden. Gerade während der dunklen Jahreszeit sind die Rasengräser auf jeden noch so geringen Lichtstrahl angewiesen. Laub auf der Fläche lässt weder Licht noch Sauerstoff an die Gräser darunter, außerdem können die Gräser beladen mit Laub deutlich schlechter abtrocknen.
… und hier noch ein Do’s
Wenn es eine frostfreie Witterung im Winter zulässt, kann man durchaus mit kleineren Pflegemaßnahmen dem Rasen Gutes tun. Zeigt sich beispielsweise kräftige Moosbildung in der Fläche, kann man auch im Winter mit Kalk gegensteuern. Wird der gleichmäßig auf die Fläche gestreut, wird er mit kommenden Regen- oder Schneefällen bis zum Frühling in den Boden eingeschwemmt. Am besten vor der Kalkung noch eine Bodenanalyse durchführen, um ganz gezielt zu kalken. Lässt das Wetter keine Bodenbearbeitung: Vor dem Beginn der Wachstumsphase im frühen Frühjahr kalken.
