5. Extensive DGL-Bewirtschaftung mit regionalen Kennarten
Faktencheck: - Länderspezifisch werden mind. 20 regionaltypische Kennarten oder Kennartengruppen des extensiven DGL definiert
- Bewirtschafter muss nach noch genauer zu definierenden Methoden den Vorkommensnachweis von mindestens 4 der 20 regionaltypischen Kennarten erbringen
Förderhöhe: - Antragsjahr 2023 → Eco Scheme 5 → 240 €/ha
- Antragsjahr 2024 → Eco Scheme 5 → 240 €/ha
- Antragsjahr 2025 → Eco Scheme 5 → 225 €/ha
- Antragsjahr 2026 → Eco Scheme 5 → 210 €/ha
Regionale Kennarten Eco Scheme 5
Kräuterreiche Mischungen zur Erfüllung der Nachsaat im Sinne von Eco Scheme 5„Extensive Dauergrünlandbewirtschaftung mit vier regionalen Kennarten“.Die enthaltenen Kennarten sind bundesländerspezifisch. Zur erfolgreichen Nachsaat der Kennarten ist das Schaffen von Lücken notwendig. Dies kann z. B. durch Striegeln vor der Aussaat erfolgen. Eine dauerhafte Etablierung dieser Mischungen gelingt nur mit einer an die enthaltenen Arten angepassten (extensiven) Bewirtschaftung.
Aussaat:
Als Nachsaat ist die Aussaat im Frühjahr (Mitte März bis Ende April)
oder bei nachlassender Konkurrenz der Altnarbe im Spätsommer
(Anfang August bis Anfang September) möglich.
Variante:
Einsetzbar in den Bundesländern: Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein
Regionale Kennarten ECO Scheme 5 BB, BE, NRW, SH
Zusammensetzung: - Hornklee
- Schafgarbe
- Kleiner Wiesenknopf
- Wilde Möhre
- Wiesenmargerite
- Ruchgras
Aussaatstärke: 5 kg/ha
Variante:
Einsetzbar in den Bundesländern: Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern
Regionale Kennarten ECO Scheme 5 HB, HH, NI, RLP, ST, SN, MV
Zusammensetzung: - Hornklee
- Gelbklee
- Schafgarbe
- Spitzwegerich
- Rotklee
- Kleinklee
- Kleiner Wiesenknopf
Aussaatstärke: 5 kg/ha
Hinweise:
Die regionalen Kennarten-Eco-Scheme-5-Mischungen dienen der artenreichen Aufwertung von Grünland. Nach einmaliger Anlage und bedarfsgerechter, regelmäßiger Nachsaat unterstützt der Mix die sichere Etablierung regionaler Kennarten. In Regionen, in denen es aufgrund der boden-klimatischen Verhältnisse sinnvoll ist (z. B. flachgründige Trockenstandorte im ostdeutschen Tiefland), empfiehlt sich eine Kombination der Eco Schemes 4 und 5. Bei extensiver Bewirtschaftung des Grünlandes gelingt die Etablierung der vier regionalen Kennarten in der Regel leichter und zuverlässiger. Besonders extensive und magere Grünlandstandorte sind von Natur aus artenreich und biodivers, weshalb dieses Eco Scheme im Hinblick auf den Schutz der Artenvielfalt als sehr wertvoll gilt – insbesondere, da ganze Schläge oder sogar das gesamte betriebliche Dauergrünland einbezogen werden können.