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Sonnenblumen Zierzwecke (Helianthus annuus)

Sonnenblumen Zierzwecke (Helianthus annuus)

  • Sehr schöner Blühaspekt
  • Hoher Nutzwert für blütenbestäubende Insekten
  • Trockentolerant
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Beschreibung von Sonnenblumen Zierzwecke (Helianthus annuus)
Sonnenblumen (Helianthus annuus) – Einjährige Kulturpflanze für Garten, Tiernahrung und Körnernutzung

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist eine einjährige Kulturpflanze, die sich durch ihre leuchtenden gelben und orangen Blüten auszeichnet. Der Gattungsname Helianthus leitet sich aus den griechischen Wörtern helios (Sonne) und anthos (Blume) ab, während annuus auf die einjährige Vegetationszeit hinweist. Ihren Namen verdankt die Sonnenblume zudem ihrer Eigenschaft, sich an sonnigen Tagen zur Sonne auszurichten.

Die ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika stammende Pflanze wurde bereits um 2500 v. Chr. im heutigen Mexiko sowie in der Mississippi-Region kultiviert. Im Jahr 1552 gelangten Sonnenblumenkerne durch spanische Seefahrer nach Europa, wo die Pflanze zunächst als Zierpflanze Verwendung fand. Seit 1584 ist sie in europäischen Gärten bekannt und wurde im Jahr 1590 erstmals in einem Kräuterbuch beschrieben. Im 17. Jahrhundert dienten geröstete Sonnenblumenkerne sogar als Kaffeeersatz. Heute wird die Sonnenblume vielseitig als Zierpflanze, Nahrungsquelle für Tiere sowie zur menschlichen Ernährung genutzt.

In Gärten wird überwiegend der sogenannte Ziertyp angebaut, der mehrere Blüten pro Pflanze bilden kann. Während der Blüte werden Sonnenblumen besonders häufig von Hummeln besucht. Die später gebildeten Samen dienen zahlreichen Vogelarten und Nagetieren als wertvolle Nahrungsquelle. Werden die Pflanzen über den Winter stehen gelassen, bieten sie außerdem einen wichtigen Lebensraum sowie eine zusätzliche Nahrungsquelle für Gartenvögel.

Eigenschaften
  • Einjährige Kulturpflanze mit einer Vegetationszeit von rund 135 Tagen.
  • Leuchtende gelbe und orange Blüten.
  • Richtet sich an sonnigen Tagen zur Sonne aus.
  • Geeignet als Zierpflanze, Nahrungsquelle für Tiere und zur menschlichen Ernährung.
  • Der Ziertyp kann mehrere Blüten pro Pflanze bilden.
  • Beliebte Trachtpflanze für Hummeln.
  • Die Samen dienen Vogelarten und Nagetieren als Nahrung.
  • Über den Winter stehen gelassene Pflanzen bieten Gartenvögeln einen wertvollen Lebensraum und eine Nahrungsquelle.
Agronomische Kennzahlen
  • Pflanzenlänge: bis zu 200 cm
  • Reihenabstand: 50 cm
  • Vegetationszeit: 135 Tage
  • Vegetationszeit bis Druschreife: rund 135 Tage
  • Kornfarbe: schwarzer Grund
  • Kornform: lang oval
  • Ölgehalt des Korns: 45–50 %
  • TKG: 40–75 g
  • Anfälligkeit für Botrytis cinerea: mittel
  • Anfälligkeit für Sclerotinia sclerotiorum: mittel bis hoch
  • Quelle: Züchtereinstufung
Anbauhinweise

Die Sonnenblume gilt mit einem Wasseranspruch von rund 500 l als vergleichsweise trockentolerant, insbesondere nach einer sicheren Etablierung. Während der Jugendentwicklung reagieren die Pflanzen jedoch empfindlich auf Wassermangel.

Für einen erfolgreichen Anbau mit Blick auf die Körnernutzung werden Temperatursummen von rund 1.450 °C sowie mittlere Jahresdurchschnittstemperaturen von über 8,5 °C empfohlen. Junge Pflanzen sind bis zu -5 °C begrenzt frosttolerant.

Aufgrund der Anfälligkeit von Sonnenblumen und Raps gegenüber Sclerotinia sollten Anbaupausen von 4 Jahren eingehalten werden. Als günstige Vorfrüchte eignen sich Getreide, Mais oder Kartoffeln.

Hinweise
  • Sorte kann je nach Verfügbarkeit abweichen.
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