schließen
Merkliste
Keine Produkte auf der Favoritenliste
Mein Agrarshop
schließen
Einloggen
E-Mail-Adresse
Password
Ich habe mein Passwort vergessen!
Du möchtest ein Konto anlegen?
Du hast die Möglichkeit während des Bestellprozesses ein Kundenkonto zu eröffnen.
Für die Eröffnung eines B2B- oder Partnerkontos nutze unser B2B - Registrierungsformular
schließen
Mein Warenkorb
Warenkorb leeren
Produkte
0,00 €
Zur Kasse
Warenkorb leeren

Rasen nach Hitze und Trockenheit regenerieren

In den vergangenen Wochen und Monaten haben Hitze und Trockenheit vielen Rasenflächen stark zugesetzt. Besonders dort, wo nicht oder nur unzureichend bewässert wurde, zeigen sich inzwischen verbrannte, vertrocknete oder vollständig abgestorbene Bereiche. Viele Unkräuter haben die Trockenperiode dagegen besser überstanden und breiten sich nun in den geschwächten und lückigen Rasenflächen aus. 

Wenn die Temperaturen moderater werden und die Hitzeperiode abklingt, kann mit der Rasensanierung begonnen werden. Ein besonders günstiger Zeitraum hierfür liegt zwischen Ende August und Ende September. Der Boden ist zu dieser Zeit noch ausreichend warm, während die Temperaturen meist moderater werden und die natürliche Niederschlagswahrscheinlichkeit zunimmt. Dadurch herrschen gute Bedingungen für die Keimung und Entwicklung der jungen Rasengräser. 

Zunächst sollten vorhandene Unkräuter gezielt bekämpft werden. Hierfür kann ein geeignetes Rasenunkrautvernichtungsmittel eingesetzt werden. Wichtig: Vor der anschließenden Nach- oder Neuansaat ist unbedingt die auf dem jeweiligen Produkt angegebene Wartezeit einzuhalten. 

Anschließend kann die Rasenfläche vertikutiert werden. Dabei werden abgestorbene Gräser, Rasenfilz, Moos und andere Pflanzenreste entfernt. Größere kahle oder stark verdichtete Stellen sollten zusätzlich oberflächlich gelockert und für die Aussaat vorbereitet werden. 

Beispiel - Rasen vertrocknet
Brauner Rasen nach der Hitze

Danach kann eine geeignete Rasenmischung ganzflächig nachgesät werden. Welche Mischung die richtige ist, hängt von den jeweiligen Standortbedingungen und Anforderungen ab. Bei sonnigen und trockenen Standorten kann beispielsweise eine trockenheitsverträgliche Rasenmischung sinnvoll sein. Für weniger sonnige Bereiche bietet sich hingegen eine schattenverträgliche Mischung an. 

Für eine erfolgreiche Keimung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig. In den ersten Wochen darf das Saatbett nicht austrocknen. Je nach Witterung und Boden kann deshalb eine mehrmals tägliche, kurze Bewässerung erforderlich sein. Sobald die jungen Gräser ausreichend entwickelt sind, sollte die Bewässerung schrittweise auf größere Wassermengen und längere Intervalle umgestellt werden. Ein geeigneter Ansaatdünger unterstützt zusätzlich die schnelle und kräftige Etablierung der jungen Rasengräser. 

Im weiteren Verlauf des Herbstes kann eine angepasste Herbstdüngung die Widerstandsfähigkeit der Gräser zusätzlich fördern. Kaliumbetonte Herbstdünger unterstützen unter anderem die Widerstandskraft gegenüber Frost und ungünstigen Witterungsbedingungen. In der Praxis ist Mitte bis Ende Oktober häufig ein geeigneter Zeitpunkt für die Herbstdüngung. Dabei sollten jedoch immer die Witterung, die Entwicklung des Rasens und die Anwendungsempfehlungen des jeweiligen Düngers berücksichtigt werden. 

Grundsätzlich bieten Spätsommer und Frühherbst besonders gute Voraussetzungen für Rasenneu- und Nachsaaten. Der Boden ist noch warm, die Verdunstung nimmt gegenüber dem Hochsommer ab und natürliche Niederschläge treten häufig regelmäßiger auf. Gleichzeitig lässt der Konkurrenzdruck durch viele Unkräuter und Moose nach. Die jungen Gräser haben noch ausreichend Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren und ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln. So geht der Rasen gut vorbereitet in die kalte Jahreszeit und hat im folgenden Frühjahr einen entscheidenden Entwicklungsvorsprung.