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Wann ist Rasen kalken im Frühjahr sinnvoll?

Kalken ist für viele Rasenfans ein wichtiger Teil guter Rasenpflege. Allerdings wird Rasen im Garten nur dann gekalkt, wenn der Boden tatsächlich zu sauer ist. Ohne vorheriges Überprüfen des Gartenbodens einfach drauflos zu kalken ist also keine gute Idee.

Kalk kann für dichte Grasnarbe sorgen
Kalk kann für dichte Grasnarbe sorgen

Zeigerpflanze Moos ist unzuverlässig

Wer viel Moos im Rasen hat, hat wahrscheinlich einen zu sauren Boden. Weitere Anzeichen sind Pflanzen wie Klatschmohn (Papaver rhoeas), Hahnenfuß (Runculus) oder Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans).

Allerdings ist es nicht richtig, dass Moos ein Liebhaber sauren Bodens ist. Das Rasenmoos gehört hinsichtlich des pH-Werts nämlich zu den eher flexiblen Pflanzen. Es wächst auf sauren wie leicht alkalischen Böden gleichermaßen gut. Falsch angewendet kann die Versorgung mit Kalk das Mooswachstum sogar antreiben.

Wartet auf den Einsatz: Kalkhaufen
Wartet auf den Einsatz: Kalkhaufen

Bei Gräsern ist das anders. Ist der Boden zu sauer, sind die Nährstoffe in der Erde für Gräser nicht problemlos verfügbar. Das wiederum behindert so das Graswachstum. Der Rasen wirkt schlapp, trocknet schnell aus und wird häufig gelb (Chlorose).

Dennoch: ganz ohne sauer geht es auch nicht. Denn Rasengräser bevorzugen keinen neutralen, sondern einen leicht sauren Untergrund. Wird Kalk ohne Grund auf den Rasen ausgebracht, schnellt der pH-Wert in die Höhe. Das Gras geht ein und es entsteht ein idealer Nährboden für Unkräuter wie Löwenzahn und Klee oder Brennnesseln.

Vor dem Kalken lieber messen

Vor dem Rasen kalken also unbedingt den pH-Wert des Bodens messen. Nur dann kann man wissen, ob und wieviel gekalkt werden muss. Entsprechende Tests sind die Lösung, die am zuverlässigsten an mehreren Stellen in der Fläche durchgeführt werden. Den pH-Test können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt durchführen.

Um einen verlässlichen Wert zu erhalten, sollten Sie für den Test an mehreren Stellen im Rasen Proben nehmen. Sammeln Sie kleine Mengen Erde aus rund fünf bis zehn Zentimeter Tiefe. Die verschiedenen Proben werden dann gut durchmischt. Anschließend gießen Sie die Mischprobe mit etwas destilliertem Wasser auf und messen den pH-Wert. Der pH-Test zeigt Ihnen zuverlässig an, ob Ihrem Rasen Kalk fehlt, oder nicht.

Wie entsteht eigentlich saurer Gartenboden?

Feuchtigkeit und Verdichtung fördern die schleichende Verlagerung von Gartenboden. Sauerstoffmangel ist die Folge und Mährückstände oder anderes organisches Material kann von den Bodenlebewesen nicht mehr vollständig zersetzt werden. Das führt dazu, dass diese Rückstände verfaulen und bei diesen Fäulungsprozessen entstehen Säuren, die den Boden sauer machen.

Eimer mit Rasenkalk
Eimer mit Rasenkalk

Da niedrige pH-Werte die Vitalität der Rasengräser einschränken, gibt es bestimmte Grenzwerte, unter denen Sie Ihren Rasen kalken sollten. Auf sandigen Böden, die eine geringere Pufferungskapazität (Fähigkeit des Bodens, den pH-Wert trotz Zufuhr von Säuren aus, die bei den Fäulungsprozessen eben entstehen, stabil zuhalten) haben als lehmige Böden, sollte der pH-Wert immer über 5,5 liege. Auf Lehmböden liegt der richtige pH-Wert bei 6,5. Auf mittelschwerem Boden wächst das Gras am besten bei einem Wert von 6,0.

Gartenkalk richtig einsetzen

Zum Kalken des Rasens verwenden Gartenfreunde am besten Kohlensauren Kalk, auch als Gartenkalk bekannt.

Rasen auf sandigem Boden wird mit etwa 150 bis 200 Gramm kohlensauren Kalk pro Quadratmeter gekalkt, wenn der pH-Wert leicht unter 5,5 abgesunken ist (etwa bis 5,2). Für Lehmböden, deren pH-Wert bei etwa 6,2 liegt, am besten die doppelte Menge verwenden, also 300 bis 400 Gramm pro Quadratmeter.

Besser nicht Kalken und Düngen gleichzeitig

Kalk und Dünger besser nicht gleichzeitig auf den Rasen ausbringen, denn die Wirkung beider Stoffe hebt sich gegenseitig auf. Bei der Planung darauf achten und zwischen Kalken und Düngen gute sechs bis acht Wochen verstreichen lassen.

Der optimale Zeitpunkt zum Kalken

Der beste Zeitung für eine Kalkung ist das Frühjahr, sobald die Schneedecke auf dem Rasen abgeschmolzen ist. Im Idealfall reicht die Zeit noch aus, vor Beginn der Wachstumsperiode gründlich zu vertikutieren. Das sorgt für eine bessere Belüftung des Bodens.

Rasenkalk mit Hand oder Streuwagen verteilen
Rasenkalk mit Hand oder Streuwagen verteilen

Am besten an einem windstillen und bedeckten Tag mit dem Streuwagen den Gartenkalk ausbringen. Starke Sonneneinstrahlung direkt nach dem Kalken kann zu Verbrennungen bei den Gräsern führen. Nach dem Kalken den Rasen gut wässern. Nach Möglichkeit sollte das Gras nach dem Kalken für einige Zeit ruhen und nicht betreten werden. Bei normalem Boden ist eine Kalkung des Rasens nur alle paar Jahre nötig.

Ein weiterer Zeitpunkt für das Kalken ist der Herbst, der allerdings mit seinen Regenmengen die Reihenfolge Vertikutieren, Kalken, Düngen gut durcheinanderbringen. Das Frühjahr ist also wettertechnisch meist die bessere Wahl.

Ursachenbekämpfung schaffen: Rasen sanden

Was oft missverstanden wird: fehlender Kalk allein ist ja nicht die Ursache des sauren Gartenbodens. Sondern wie eingangs beschrieben, ist der Boden zu stark verdichtet. Um dem entgegen zu wirken, muss der Verdichtung entgegen gewirkt werden. Das gelingt am besten mit Sand. Vor der Kalkung den verdichteten Boden zusätzlich jedes Frühjahr mit einer rund zwei bis drei Zentimeter starken Schicht grobem Bausand bedecken. Der Sand wird im Frühjahr so hoch aufgetragen, dass die Blätter der Gräser noch etwa zur Hälfte herausschauen. Mit dem Rücken eines Rasenrechens lässt er sich gut einebnen. Die groben Sandkörner sinken langsam in den Boden ein und machen ihn mit der Zeit lockerer. Es dauert bei jährlichem Sanden des Rasens etwa drei bis vier Jahre, bis ein Effekt sichtbar wird. Das Mooswachstum geht dann langsam zurück und die Gräser wirken vitaler und wüchsiger. Dann sind auch keine Kalkgaben mehr notwendig.

Rasen wie auf dem Golfplatz
Rasen wie auf dem Golfplatz