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Füttern von Wildvögeln

Füttern von Wildvögeln

Wildlebende Tiere haben es in unserer zunehmend artenarmen Landschaft gerade im Winter schwer, noch ausreichend gutes Futter zu finden.

Füttern von Wildvögeln

Wildlebende Tiere haben es in unserer zunehmend artenarmen Landschaft gerade im Winter schwer, noch ausreichend gutes Futter zu finden. Leider erreichen wir mit Vogelfütterungen nicht alle Arten von Wildvögeln, da nur wenige sich beim Fressen in der Nähe des Menschen aufhalten. Wir können aber den Arten helfen, die die Nähe des Menschen mögen. Dabei gilt es einiges zu beachten.

Amseln fressen am Boden
Amseln fressen am Boden

Typischerweise füttern wir Vögel in der Zeit von November bis Anfang März, also in der kalten und nassen Jahreszeit. Dabei haben unterschiedliche Vogelarten sehr unterschiedliche Futtervorlieben. So gibt es Arten, die klar Körnerfutter bevorzugen, andere präferieren eindeutig Weichfutter. Und wie immer gibt es auch die in der Mitte, die beides mögen: die Allesfresser.

Meisennachwuch bei der Fütterung
Haussperling und Meisen fressen gemeinsam

Welcher Vogel frisst denn nun was?

Die bei uns heimischen Körnerfresser bevorzugen grobe Körner wie beispielsweise Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Kürbiskerne, gehackte Wal- und Haselnüsse oder Hanf. Weichfutterfresser mögen dagegen Obst oder tierische Kost wie Mehlwürmer.

Vogelart Futtertyp Geeignetes Futter
Fink, Haus- und Feldsperling, Zeisig, Goldammern Körnerfresser Sonnenblumenkerne, Bucheckern, gehackte Nüsse, Erdnüsse
Rotkehlchen, Amseln, Star, Wacholderdrosseln, Zaunkönig, Drossel Weichfresser Beeren, Früchte, geschälte Sonnen-blumenkerne, Hanf, Mehlwürmer, Kleie, Mohn, Haferflocken, Rosinen
Kohl-, Blaumeisen, Spechte, Kleiber, Grünfink Allesfresser Körner, Früchte, Fettfutter, Mehlwürmer

Was Wildvögel NICHT fressen sollen

Eines gilt sowohl für Körner- als auch Weichfutterfresser: gewürzte und gesalzene menschliche Speisereste sind nicht geeignet. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen von Vögeln quillt.

Blau- und Kohlmeise am Futterspender
Blau- und Kohlmeise am Futterspender

Verschiedene Futterstandorte anbieten

Meisenknödel heißen nicht umsonst Meisenknödel. Gerade Meisen mögen frei hängende Futterstellen, an denen sie ihre Umgebung gut im Blick behalten können. Ganz anders dagegen die Bodenfresser: Sie meiden frei hängende Futterangebote und Futtersilos und suchen ihre Nahrung auf dem Erdboden. Am Boden fressen beispielsweise Rotkehlchen, Amsel oder Buchfink – für diese Tiere gibt es spezielle Bodenfutterspender. Die eine perfekte Lösung zum Füttern aller Vögel gibt es leider nicht. Doch unterschiedliche Futterstellen im Garten sorgen dafür, dass alle gefiederten Gartenbewohner zum Zuge kommen.

Kein Billigfutter kaufen

Billigfutter aus dubiosen Quellen ist häufig mit Weizensaat gestreckt und mit fremden Saaten verunreinigt. Solche Futter enthalten immer wieder invasive Saaten, die auf den Packungen nicht deklariert sind. Das ist generell nicht sinnvoll und besonders dann kritisch, wenn es sich beispielsweise um Samen von Arten wie der Ambrosia handelt, die beim Menschen starke allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Hygiene am Futterplatz

Eines gilt für alle Futterplätze: Hygiene muss sein. Wo viele unterschiedliche Leckereien angeboten werden, laufen viele unterschiedliche Füße um und auch durch das Futter. Außerdem regt Futter nun einmal die Verdauung an. Um Krankheitsausbrüche zu vermeiden, hilft da nur regelmäßiges Säubern ohne scharfe Reinigungsmittel, aber mit kochend heißem Wasser.

Meisennachwuch bei der Fütterung
Der Meisennachwuchs braucht Insekten

Füttern im Frühling / Sommer

Während der Brutzeit in den Monaten April bis Juli sollten Vogelfreunde, die Vögel auch im Sommer unterstützen wollen, ihr Futtermuster umstellen. Denn vieles, was gut für Altvögel ist, ist nicht gut für den Nachwuchs. Jungvögel sollten in den ersten Wochen von ihren Eltern vor allem mit Insekten gefüttert werden. Die enthalten viele Proteine, die die Jungvögel für ihr Wachstum brauchen. Haben sich die Elterntiere aber sehr an das regelmäßige Füttern durch den Menschen gewöhnt, verfüttern sie die groben Teile auch an die Jungen, die mit der für sie noch unverdaulichen Nahrung nichts anfangen können und im schlimmsten Fall daran ersticken. Das können Vogelliebhaber mit anderem Futter verhindern, indem sie beispielsweise Mehlwürmern oder feine Saaten füttern.

Und last but not least: ein naturnaher Garten mit ausreichend Versteck- und Nistmöglichkeiten ist die die beste Unterstützung, die sie Vögeln bieten können. Und solche ein Garten zieht viele Insekten und Futterangebote nach sich, die alles für Vögel bieten, was sie brauchen.