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Raps - Senkrechtstarter nach schwierigen Jahren

Raps - Senkrechtstarter nach schwierigen Jahren

Die vergangenen Jahre waren für Rapsbauern nicht einfach: niedrige Erträge, niedrige Preise und schwierige Etablierung der Bestände sorgten dafür, dass das Interesse an der gelben Ölfrucht geringer wurde.

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Raps - Senkrechtstarter nach schwierigen Jahren

Raps Blüte
Raps mit gelber Blüte

Die vergangenen Jahre waren für Rapsbauern nicht einfach: niedrige Erträge, niedrige Preise und schwierige Etablierung der Bestände sorgten dafür, dass das Interesse an der gelben Ölfrucht geringer wurde. Gerade heimische Ölfrüchte sind seit diesem Jahr wegen des knappen Angebots aber wieder stark gefragt.

Jetzt, im späten Sommer bis in den frühen Herbst, ist es wichtig, die richtigen pflanzenbaulichen Entscheidungen für die kommende Aussaat zu treffen. Bei Raps bedeutet das: nicht nur auf Aussaat und Bodenbearbeitung achten, sondern bei den Anbauplänen auch die Fruchtfolge genau festlegen.

Bienenstock an Rapsfeld
Bienenstock am Rapsfeld

Denn der Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt nach Ansicht vieler Ackerfrucht-Experten: die dreijährige Fruchtfolge, die lange den Anbau von Raps bestimmt hat, führte zunehmend zu Problemen, insbesondere in Punkto Schädlingsbefall durch Kohlhernie oder Selerotinia (Pilzerkrankung, die Schimmelpilz verursacht). Auch der Befall durch Verticillium (Pilz) verstärkte sich. In allen genannten Fällen empfehlen sich längere Anbauphasen als drei Jahre. Bei den Zwischenfrüchten sollte zudem auf Kreuzblütler geachtet werden, was beispielsweise Senf als Zwischenfrucht ausschließen.

Die in der Vergangenheit eigentlich sehr erfolgreiche Integration von Raps auch in Rübenfruchtfolgen (die Literatur nennt beispielsweise Weizen-Raps-Weizen-Rüben) bietet viele Vorteile, allerdings sind verschiedene Pflanzenschutzmittel, die diese Folge begleiteten, zwischenzeitlich vom Markt.

Auf Standorten, wo keine Rüben wachsen, können alternativ auch Mais oder Leguminosen die Fruchtfolge erweitern, denn der Wechsel zwischen Blatt- und Halmfrucht ist eine der Grundlagen für erfolgreichen Ackerbau. Raps hinterlässt eine gute Bodegäre, die eine bodenschonende Bearbeitung ermöglicht. In Versuchen zeigt Raps nach Weizen wegen der hohen Stickstoff-Lieferung eine bessere Effizienz des Stickstoffs als nach Stoppelvorfrucht, was angesichts aktuell hoher Düngemittel-Kosten von Vorteil ist.