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Pflege, Pferdeweide, Herbst

Pflege, Pferdeweide, Herbst

Damit im Frühling die Weide fit ist für die kommende Saison, sollte sie bereits im Herbst davor geprüft werden.

Pflege der Pferdeweide im Herbst

In den meisten Regionen Mitteleuropas beginnt die Weidesaison ungefähr Mitte April. Damit im Frühling die Weide fit ist für die kommende Saison, sollte bereits im Herbst davor geprüft werden, wir stark Verbiss und Huftritte dem Gelände zugesetzt haben. Eine Nachsaat macht gerade nach den dürren Sommer der letzten Jahre im September oder je nach Bodentemperatur noch im frühen Oktober Sinn, damit im Frühling gute Futtergräser und -kräuter gedeihen.

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Nach dem Sommer nachsäen

Durch die trockenen Sommer der letzten Jahre sind viele Weideflächen stark beansprucht worden. Das Weidegras ist extrem kurz und die Weidefläche insgesamt voller Lücken und nur noch spärlich mit Grün bewachsen. Sinnvoll ist es daher, bereits im frühen Herbst mit der Pflege der Weide zu beginnen. So kann das Wachstum unerwünschter Weidepflanzen wie Sauerampfer, Brennnessel oder Diestel noch rechtzeitig unterdrückt und der Bestand an gewünschten Gräsern und Kräutern gefördert werden.

Möglich ist das über eine Neueinsaat, die in einem eigenen Artikel dargestellt wird, oder über eine Nachsaat. Das Nachsäen kann je nach Größe der einzusäenden Fläche auch ohne massiven Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen – auf kleiner Fläche eventuell sogar per Hand, bei großer Fläche mit einer Nachsaatmaschine erledigt werden. Das Saatgut sollte großzügig über die gesamte Fläche verteilt und an den kahlen Stellen auch etwas dichter ausgesät werden.

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Hier gibt das Pferd seine Saatbestellung auf

Vor der Nachsaat sollte die Weide entweder abgemäht oder von den Pferden kurz abgegrast werden. Das dient dazu, dass sie Saatkörner ungehindert bis auf den Boden fallen und anwurzeln können. Entweder mit Harke oder Egge die Pflanzenrest entfernen, dann ist alles bereit für die Nachsaat.

Wer mit der Hand nachsät, braucht in der Regel etwas mehr Samen als bei der Aussaat mit dem Schleuderstreuer oder einer Drillmaschine. Wird mit der Hand ausgesät, rechnen Saatguthersteller mit ungefähr 50 bis 60 Gramm Grassamen pro 10 Quadratmetern Weide. Ist die Weide sehr stark beschädigt, kann deutlich mehr Samen notwendig werden, das ist im Einzelfall abzuwägen. Verwendet werden sollten Mischungen speziell für Pferdeweiden, die dem Fressverhalten der Einhufer entsprechen. Die Samen müssen festgetreten oder gewalzt werden, damit Bodenkontakt besteht und sie richtig anwachsen können, siehe auch den vorigen Absatz.

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Auch Esel mögen Nachsaaten

Nach der Nachsaat ist es wichtig, dass der Boden feucht bleibt, also die Agrarwetter-Vorhersagen beachten. In den ersten acht Wochen nach der Nachsaat sollte kein Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft ausgebracht werden. Sind die jungen Graspflanzen in den kommenden Wochen noch höher als sechs Zentimeter angewachsen, kann die Fläche noch gemäht oder eingeschränkt beweidet werden. Allerdings muss verhindert werden, dass die Pferde die Gräser zu kurz verbeißen. Daher besser nur einen kurzen Weidegang erlauben.