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Die Sorghum-Arten

Die Sorghum-Arten

In den subtropischen und tropischen Regionen der Erde ist Sorghum eine wichtige Pflanze für die Ernährung von Menschen und Tieren.

Sorghumrispe
Rispe der Sorghumpflanze

Die Sorghum-Arten

In den subtropischen und tropischen Regionen der Erde ist Sorghum eine wichtige Pflanze für die Ernährung von Menschen und Tieren. In den gemäßigten Breiten ist der Nutzungsschwerpunkt anders: hier werden die wärmeliebenden Hirse-Arten vorwiegend zur Biomasse-Gewinnung genutzt.

Sorghum stammt ursprünglich aus Ostafrika und gehört zur Familie der Süßgräser. Die in Europa verfügbaren Sorten können ein- bzw. mehrfach im Jahr geerntet werden und gehören botanisch unterschiedlichen Arten an wie die Mohrenhirse (Sorghum bicolor, Beispiel: Rona, Sucrosorgho), das Sudangras (Sorghum halepense var. sudanense, Sorten-Beispiele: Piper, Vercors) und auch die Hybriden aus Mohrenhirsen und Sudangras (Sorten-Beispiel: Susu). Um alle Arten gemeinsam zu benennen, hat sich der Begriff Sorghum-Arten etabliert.

Sorghumblätter
Sorghum-Blätter ähneln dem Mais

Erscheinungsbild ähnelt dem Mais

Für den flüchtigen Betrachter ähneln die wärmeliebenden Sorghum-Arten sehr dem zweiten Favoriten unter den Energiepflanzen: dem Mais. Je nach Art und Typ lassen sich die Sorghumpflanzen jedoch gut identifizieren. Pflanzen der Art Sorghum bicolor haben generell dickere Stängel und breitere Blätter, verzweigen sich jedoch nur wenig. Die Pflanzen der Art Sorghum sudanense dagegen bestocken (Verzweigung am Stängelgrund) sehr stark, haben dünnere Stängel und schmälere Blätter. Auch die Form und Ausprägung der Rispen und die Wuchshöhe unterscheiden sich. Körnertypen haben eine kornreiche Rispe, werden jedoch nur ungefähr 1,5 m hoch. Futtertypen dagegen werden bis zu 4 m hoch und die Körner der Rispe sind weniger stark ausgeprägt.

Sehr wärmeliebende Kultur

Sorghum ist ähnlich wie Mais eine sehr wärmeliebende Kultur. Es verträgt Trockenheit besser als Mais, ist jedoch wesentlich kälteempfindlicher. Deshalb eignet es sich vor allem für den Anbau an warmen und trockenen Standorten. Die Aussaat sollte nicht vor Mitte Mai erfolgen, ein Anbau als Zweitfrucht ist bis Mitte Juni möglich. Um eine ausreichende Reife zu erzielen, ist auf die Wahl einer frühreifen Sorte zu achten. Auch eine gute Standfestigkeit der Sorte ist wichtig.

Sorghum-Arten entwickeln sich bei hohen Bodentemperaturen und gleichmäßiger Wasserversorgung sehr schnell und können sich dann gut gegen Unkräuter behaupten. Kühle Temperaturen führen zu einer zögerlichen Jugendentwicklung. Dann wird eine Unkrautvernichtung am Boden notwendig.

Sorgumfeld
Sorghum im Feldanbau

Produktionstechnik wie beim Mais

Sorghum besitzt ein hohes Ertragspotenzial und kann mit der Produktionstechnik von Mais bewirtschaftet werden. Durch die Möglichkeit einer späten Aussaat Mitte Juni und der Wahl einer frühreifen Sorte kann es als Zweitfrucht in Biogas-Fruchtfolgen integriert werden. Sorghum hat wenig Schädlingsbefall, es ist keine Wirtspflanze für den westlichen Maiswurzelbohrer und auch Schäden durch Wildschweine sind eher selten.